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Predigt zu Matthäus 11, 28 am 4. Sonntag nach Trinitatis
(Jesus sagt:) Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.

„Wie geht es Dir?“ „Gut! Alles in Ordnung! Und Dir?“ „Danke, auch gut! Alles bestens!“
So ungefähr laufen viele Begrüßungsszenarien ab. Nach außen zeigen wir unsere Sonnenseite, zeigen uns stark und dass wir alles im Griff haben. Wie es in uns aussieht, das können wir sowieso kaum jemand erklären, dass will keiner wissen und das geht auch niemandem etwas an. Wenn ich in Ostfriesland durch die Gemeinde, in der ich Pastor war, gefahren bin, dann waren dort meistens Einfamilienhäuser mit sehr schönen und gut gepflegten Gärten. Aber nach 10 Jahren wusste ich, dass hinter fast jeder Gardine eine Last, eine Sorge oder ein Problem verborgen war.

Welche Lasten tragen Sie mit sich herum, und wie lange können Sie die noch tragen?
Bei der Geburt bekommen wir auch gleich einen „Rucksack“ mit, den jeder tragen muss. Und dann sammeln wir im Laufe des Lebens viele Lasten, wie zum Beispiel Verletzungen an der Seele, die bei „Berührung“ wieder aufbrechen können, falsche Entscheidungen im Leben, im Beruf, in der Ehe oder in anderen Bereichen, Sorge um die Kinder, um uns selbst und andere liebe Menschen, Schuld, die wir auf uns laden, weil wir uns oder anderen Schaden zugefügt haben, Leid und Trauer, die wir erleben bei Krankheit oder Tod, Enttäuschungen von Menschen oder vom Leben und vieles andere mehr. Manche Lasten fallen im Laufe der Zeit wieder heraus aus dem „Rucksack des Lebens“, sie haben sich erledigt, aber die meisten liegen tief und fest in unserem Rucksack und reproduzieren immer neue Lasten. So können zum Beispiel alte Verletzungen, wenn sie nicht ausgeheilt sind, neue Verletzungen zur Folge haben, und aus unverarbeiteten alten Enttäuschungen neue entstehen. Und es kommen immer mehr Lasten dazu.
Wenn wir uns stark fühlen,
dann können wir die Lasten leicht tragen, dann können Lasten wie ein Training sein, die uns noch stärker machen. Aber kennen Sie das Gefühl, müde und leer zu sein, sogar müde vom Leben, lebensmüde: „Ich kann nicht mehr, will nicht mehr, lasst mich alle in Ruhe.“? Oder sie bewältigen gerade noch alles – und dann kommt etwas Schweres hinzu, und dann ist es zu viel. Manchmal möchte man explodieren und alles abwerfen oder weglaufen und sich verkriechen.
Vor einigen Jahren las ich in einem Artikel: Die entscheidende Frage unserer Zeit im Leben eines jeden Menschen ist die Frage nach der Kraft. Und die Religion oder Weltanschauung wird bei den Menschen ankommen, die diese Frage am besten beantworten kann.
Ist der Glaube an Jesus Christus eine starke Kraftquelle? Wie kann man das erleben?
Zunächst muss uns deutlich sein, dass wir die Kraftquelle nicht finden in Gedanken über Gott oder Jesus, in Theologie oder indem wir ein bisschen glauben, dass da was dran sein kann, sondern in Jesus selbst. Jesus ist auferstanden und lebt, ist lebendig, gegenwärtig, die Ewigkeit Gottes unter uns. Die Kraft, die er von Gott hatte, sehen wir in seinem Leben, in seinen Auseinandersetzungen mit seinen Gegnern, in seinen Begegnungen mit Menschen, in dem, was er tat und auch in seinen Reden, in seiner ständigen Bedrohung durch Gefahren und in seinem Leiden und Sterben.
Jesus sah die Gefahr, er kannte die Angst, aber er hat sich in seinen Gefühlen und Taten und seinem Wesen nur von Gott bestimmen lassen. Er hat aus der Kraft Gottes gelebt!
Und Jesus sagt, diese Kraft Gottes, die gebe ich euch, die ihr zu mir gehört.
In Johannes 7, 38+39 sagt Jesus: „38 Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. 39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; Das sagte er von dem Heiligen Geist, den die bekommen sollen, die an ihn glauben.“ Und bei seinem Abschied von der Erde verheißt er seinen Jüngern in Apostelgeschichte 1, 8: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen.“ Und auch im Vater Unser in Matthäus 6,9-13 heißt es am Ende „Denn dein ist das Reich und die Kraft“.
Lesen Sie die Bibel und entdecken Sie selbst, was da alles über die Kraft Gottes gesagt wird und was Jesus uns durch seinen Heiligen Geist gibt.

Gott hat seine Kraft in uns hineingelegt.
Wir haben sie durch Jesus und wir sind angeschlossen an die ewige Kraftquelle Gottes.
Liebe Christen, Sie sind nicht schwach! Sie sind stark durch die Kraft Christi, die in Ihnen ist! Es kann sein, dass Ihre Last schwer ist, sehr schwer, vielleicht schwerer als bei anderen Menschen, aber sie müssen nicht zusammenbrechen, denn die Kraft Christi in Ihnen ist stärker.
Vielleicht denken Sie, dass Sie, obwohl Sie an Jesus glauben, diese Kraft nicht fühlen. Das mag so sein und geht wohl fast allen Christen manchmal so, aber vertrauen Sie nicht Ihrem Gefühl, denn die Kraft Gottes ist da.
Die Kraft Gottes ist für die da, die Jesus vertrauen. Wir müssen sie nur lernen, sie mehr in Anspruch zu nehmen. Wir werden nicht vollkommen werden wie Jesus, aber wir können es lernen, mehr aus dieser Kraft zu leben.
Wie das geht, dazu möchte ich Ihnen jetzt kurz zwei Dinge nennen:
Jesus sagt in unserem Vers: „Kommt her zu mir!“ Das müssen wir als erstes tun.
Gehen Sie zu ihm im Gebet! Beten Sie nicht immer nur darum, dass er Ihnen die Last abnimmt. Das tut er nicht immer. Beten Sie um seine Kraft, um die Herausforderungen in seinem Sinn zu bewältigen. Lesen Sie in der Bibel und beschäftigen Sie sich damit. Auch wenn Sie nicht alles verstehen. Sein Wort wirkt an uns. Tun Sie es regelmäßig und in schweren Zeiten mehr. Lernen Sie, in seiner Gegenwart zu leben, immer mit ihm zu reden, und machen Sie sich bewusst, dass er bei Ihnen ist. Suchen Sie die Gemeinschaft mit anderen Christen, um sich gegenseitig zu ermutigen und füreinander zu beten.
Ich weiß, Sie haben viel zu tun, keine Zeit und müssen viel erledigen. Aber Ihre Seele braucht vor allem, dass Sie zu Jesus gehen und in der Gemeinschaft mit ihm leben.
Tun Sie, was er sagt!
Wenn Sie Angst haben, seien sie trotzdem mutig. Mit Christus geht das. Nur wenn Sie es ausprobieren, erfahren Sie, dass das Eis hält. Lassen Sie die alten Verletzungen beiseite und leben sie. Vergeben Sie. Mit Christus geht das. Die Frage ist, ob Sie sich von alten Lasten oder von Christus bestimmen lassen wollen. Wenn Ihnen die Probleme zu groß erscheinen, dann lernen Sie von ihm, woran das liegt. Vielleicht müssen Sie Ihren Blickwinkel auf das Leben verändern. Sie können es. Wenn Sie sich schwach fühlen, dann sagen Sie: Ja, ich bin schwach, aber Christus, der in mir ist, der ist stark, und deshalb kann auch ich stark sein.

Machen Sie sich auf den Weg! Lernen Sie in der Kraft Christi zu leben.
Das geht nicht von heute auf morgen, aber Sie werden immer mehr die Kraft Christi spüren, denn die Kraft Christi ist da, in Ihnen, als ewige Kraftquelle des Auferstandenen.
Predigt zu Matthäus 11, 28
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Predigt zu Matthäus 11, 28
zum Thema:
Fußball – Glaube – Gemeinde –
Teil 8: Fußball und Glaube
Fußball ist angesagt, vor allem während der Zeit einer Fußballweltmeisterschaft! Es ist für viele Menschen das beherrschende Thema in diesen Wochen.
Zwischen Fußball und Glaube und Gemeinde gibt es viele Gemeinsamkeiten,
zum Beispiel in Bezug auf Training, Einsatzbereitschaft und Teamspiel. Darum ging es in den vergangenen Predigten.
Es gibt aber auch viele Unterschiede zwischen Fußball und christlichem Glauben. Ich will nur einige Beispiele nennen:
Im Fußball muss man sich Sieg und Titel erarbeiten, verdienen und etwas Glück haben. Im Glauben bekommt man Titel und Sieg geschenkt, nämlich den Titel, Kind Gottes zu sein, und den Sieg der Auferstehung zum ewigen Leben. Alles ist Geschenk. Im Fußball gewinnt am Ende nur eine Mannschaft. Für alle anderen bleibt Enttäuschung. Im Glauben an Jesus kann jeder gewinnen. Im Fußball reichen die guten Beziehungen zum FIFA Präsidenten nicht. Im Glauben kommt es gerade auf die gute Beziehung zum „Präsidenten“, Jesus Christus, an. Im Fußball werden Zusagen nicht gehalten. So sagte Franz Beckenbauer nach der WM 1990: „In absehbarer Zeit wird keine Mannschaft der Welt uns schlagen können“ Ältere wissen, dass daraus nicht geworden ist. Im Glauben erfüllen sich die Zusagen. Sie werden eingehalten.
Wir wollen uns heute mit einer Verheißung, bzw. Zusage Jesu beschäftigen.
In einer Verheißung kommt das zusammen:
Verheißung ist ein Geschenk Jesu an die Menschen. Sie gilt für jeden, sodass es keine Verlierer geben muss. Wichtig ist gerade die gute Beziehung zu Jesus, und das, was er in der Verheißung zusagt, das hält er auch.
Die Bibel ist voll von solchen Verheißungen, Zusagen,
zum Beispiel in der Taufe oder beim Abendmahl, wenn es heißt: „Das ist für dich“, oder die Verheißung des Heiligen Geistes, oder wenn Jesus sagt: „der himmlische Vater sorgt für euch“, „wer glaubt, wird das ewige Leben empfangen“, „ich bin bei dir“, und die alles überragende Verheißung der Ewigkeit.
Zusagen sind die Grundlage unseres Glaubens, denn Glauben heißt ja: Ich vertraue diesen Zusagen, ich glaube, dass sie mir gelten, und dass sie Wirklichkeit werden.
Überlegt einmal, welche Verheißungen Jesu euch wichtig sind für euer Leben? Wenn wir darüber in einer christlichen Gemeinschaft reden würden, würde ein großer Reichtum an Verheißungen zusammenkommen.
Aber wenn wir den Verheißungen Jesu nicht glauben, wird unser Glaube immer kraftlos bleiben. Die Verheißungen sind nichts nütze, wenn wir nicht darauf vertrauen, daran glauben. Wer aber den Verheißungen glaubt, dessen Glaube wird kraftvoll und lebendig, und das wirkt sich aus auf alle Bereiche des Lebens, zum Beispiel auf das Selbstwertgefühl, die Zuversicht, die Familie und die Arbeit. Hier liegt der Schlüssel für unser Glaubensleben.
Und nun hört die Verheißung für heute:
Jesus sagt: „Kommt her zu mir alle, die ihr müde und belastet seid. Ich will euch neue Kraft geben.“
Wenn jemand sagt, so „müde und beladestet“ kenne ich nicht, dann gilt das nicht für ihn. Ich glaube aber, dass jeder das kennt. Es gibt Zeiten, in denen man voller Kraft und Dynamik ist. Dann denken wir vielleicht: Ich brauche keine Hilfe, und Gott brauche ich vielleicht manchmal, aber ein bisschen reicht.
Es gibt aber auch Zeiten, in denen man durch irgendetwas zu Boden gedrückt wird und man das Gefühl hat, ich schaffe das nicht. Man fühlt sich leer und ausgebrannt.
Das kann geschehen durch
Leid, wenn man plötzlich schwer krank wird oder ein Angehöriger stirbt; bei Problemen mit sich selbst, mit Kindern, der Arbeit, mit Mitmenschen oder wenn gute Beziehungen zerbrechen; wenn man mit der eigenen Schuld nicht fertig wird oder wenn einem die Anforderungen des Lebens einfach zu groß werden.
Woher soll ich mir dann Kraft holen:
bei mir selbst, aber wie kann eine leere Batterie sich selbst aufladen; oder bei anderen Menschen, aber kann ein Mensch mir die Kraft fürs Leben geben. Wird damit der andere nicht auch überfordert und beide werden am Ende kraftlos sein? Viele suchen es in Weltanschauungen und selbstgemachten Religionen oder vertrauen mehr dem Psychiater, esoterischen Techniken oder Wellnessurlaub als Gott. Lassen wir uns nicht täuschen! Alles, was wir da bekommen können, ist wie eine Kurzzeitbatterie. Es hält nicht an. Nach kurzer Zeit ist die Kraft wieder dahin und wir werden kraftloser sein als vorher.
Die Quelle der Kraft fürs Leben, die gibt es nur hier bei Jesus Christus, denn seine Kraft kommt aus Gottes Welt. Es ist eine nicht versiegbare Quelle.
Deshalb sagt Jesus: Komm zu mir, ich gebe dir neue Kraft!
Er sagt nicht: Komm und ich erfülle deine Wünsche. Das hätten wir gerne, aber er tut es nicht, denn unsere Wünsche bringen uns nicht das Leben und sind oft gar nicht gut für uns, sondern er sagt: Komm DU zu MIR! Bei ihm finden wir das Leben und die Quelle und die Kraft.
Darum geh DU zu ihm! Und dann kannst du wundervolle Erfahrungen machen:
Du kannst dich ausruhen wie sonst nirgends, musst keine Leistung erbringen und kannst dich einfach angenommen wissen und durchatmen. Im Beten kannst du beim Vater sein, Sorgen abgeben und vertrauen, dass sein Wille gut ist. Du kannst Angst überwinden und dich geborgen wissen in der liebenden Hand des himmlischen Vaters. In der Bibel findest du kraftvolle Worte, die dir helfen, dein Leben neu zu orientieren, zu erkennen, was wichtig ist und danach zu leben, den Sinn zu finden und in seinem Auftrag zu leben. Bei Jesus kannst du neue Kraft bekommen. Wie oft können wir das gebrauchen! Die Gemeinschaft mit ihm gibt dir neue Hoffnung und neuen Mut, Begeisterung und Leidenschaft für das Leben durch den Heiligen Geist. Jemand sagte vor einiger Zeit: „Es ist großartig zu diesem Herrn zu gehören.“ Und jemand anders: „Wie schlimm ist es, ohne diesen Herrn leben zu müssen.“ So ist es!
Was sind wir oft dumm.
Wir jagen anderen Dingen nach, obwohl hier bei Jesus die Kraft liegt. Wir sagen vielleicht, ich habe keine Zeit für das Gebet, um in der Bibel zu lesen oder die Gemeinschaft mit anderen Christen zu pflegen. Ich muss abreiten mit der Familie frühstücken, ausschlafen oder Büroarbeiten erledigen. Wir wissen, bei Jesus gibt es Kraft und gehen nicht hin.
Ich habe viele Menschen erlebt, die in schweren Zeiten den Trost des Glaubens erlebt haben,
als sie selbst auf das Sterben zugingen, Angehörige oder sogar Kinder verloren haben, sich von allen verlassen fühlten und ihr Selbstwertgefühl verloren hatten, aber bei Jesus haben sie Trost gefunden sich geborgen gefühlt und neue Kraft bekommen.
Auf der anderen Seite gab es viele, die diesen Trost nicht hatten,
weil sie die Beziehung zu Jesus nicht gepflegt hatten, weil alles andere wichtiger war. Wie traurig ist das, und wie schwer sind solche Menschen zu trösten!
Deshalb sollen wir in guten Zeiten die Beziehung zu Jesus pflegen!
Sei nicht dumm im Leben, sondern klug! Erkenne, was wirklich wichtig ist und tu es!
Die einfache Frage des Glaubens heißt: Glaubst du, dass Jesus ein Lügner ist, oder glaubst du, dass er die Wahrheit sagt?
Predigt zu Matthäus 11, 28 Thema: Fußball – Glaube – Gemeinde – Teil 8: Fußball und Glaube
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