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Predigt zu Epheser 6,10-18 Philipper 2,1-3a 1. Petrus 4,10 1. Korinther 15,57 Römer 12,4-6a Fussball und Glaube Gemeinde Mannschaftssport Fussballweltmeisterschaft 2026Predigt zu Epheser 6, 10-18
zum Thema:
Fußball – Glaube – Gemeinde –
Teil 5: Fußball ist Kampfsport 

Fußball ist ein Kampfsport!

Manche Menschen haben mit dem Wort „kämpfen“ ihre Schwierigkeit, weil es so militärisch klingt. Wer jedoch meint, er könne in seinem Leben ohne Kämpfen auskommen, der wird manche Niederlage erleiden, die er mit ein bisschen Kämpfen vermeiden könnte.

Die Frage ist immer, wofür und wie wir kämpfen?

1. Die Fußballspieler haben immer das Ziel vor Augen, zu gewinnen, und für dieses Ziel wird gekämpft.

Es geht in erster Linie nicht darum, schön zu spielen, sondern zu gewinnen. Die Zuschauer erwarten einen Sieg und hoffentlich ein schönes Spiel, und es ist gut, wenn es schön ist, aber die Hauptsache ist es, zu gewinnen. In Interviews nach einem Spiel hört man häufig den Satz: „Heute konnten wir keinen Schönheitspreis gewinnen. Es zählt nur der Sieg.“ Es geht nicht darum eine angenehme Zeit auf dem Platz verbringen. Das kann das Ziel von Freizeitfußballern sein, aber nicht von einer Mannschaft, die im Wettbewerb steht. Das Ziel ist der Sieg, die Meisterschaft.

Predigt zu Epheser 6,10-18 1. Korinther 15,57 Fussball Glaube Gemeinde Sieg Siegesjubel am Pfingstsonntag Fussball Fussball spiel Foul Fussballspieler2. Für dieses Ziel muss jeder auf seiner Position vollen Einsatz bringen und sein Bestes geben.

Stellt euch vor, die Spieler sehen sich während des Spiels gemütlich das Stadion an und sagen nachher dem Trainer: „Man muss doch auch Augen für die Umgebung haben. Das muss man nicht so eng sehen.“, oder die Spieler unterhalten sich während des Spiels mit den Zuschauern und sagen nachher: „Man muss sich doch auch kennenlernen und Beziehungen aufbauen. Das ist wichtig. Ich lasse mir nichts vorschreiben.“ Habt ihr schon einmal gehört, wie die Zuschauer schimpfen, wenn die Mannschaft nicht kämpft. Dann heißt es: „Sie verdienen viel Geld, aber tun nichts.“ Zu Recht wird von jedem Spieler voller Einsatz verlangt. Wenn nur ein paar kämpfen und die anderen nicht, dann können die paar sich abrackern und die Mannschaft verliert doch.

3. Die Sportler kämpfen mit den Mitteln, die ihrem Sport angemessen sind.

Fußball spielt man nicht mit Fäusten, Schlägen oder Ringkämpfen. Jeder Sport hat seine Regeln. Wenn jemand nicht nach diesen Regeln spielt, dann wird es angezeigt und es gibt einen Freistoß oder Elfmeter und bei einem schweren Foul wird der Spieler vom Platz gestellt. Danach geht das Spiel weiter.

4. Auch um das Miteinander gibt man sich Mühe, soweit es für das Ziel notwendig ist.

Es geht nicht darum, dass alle Freunde werden und sich sympathisch finden, oder dass man sich beleidigt zurückzieht, wenn ein anderer schief guckt oder nicht freundlich genug gegrüßt hat. Während des Spiels kann es vorkommen, dass die Spieler sich anschreien, schimpfen und sich gegenseitig puschen. Solche Sachen gehören einfach dazu und werden nicht übelgenommen. Sie wollen gewinnen und nicht in erster Linie nett zueinander sein. Wenn es dennoch Probleme gibt, werden die in einer Aussprache geklärt und dann abgehakt. Es geht um das Ziel. Alle wollen gemeinsam gewinnen, und alles andere ist diesem Ziel untergeordnet.

Kämpfen beim Fußball, das geht ja noch, aber Kirche und Kämpfen, passt das zusammen?

Allein schon mit dem Thema haben sicherlich viele ihre Schwierigkeiten. Warum ist das so? Wir kämpfen doch auch sonst an vielen Stellen: Wir kämpfen für den Erfolg am Arbeitsplatz, für die richtige Richtung in der Gesellschaft und Politik, für mehr Geld, für gute Noten in der Schule und für viele andere Dinge.

Da wird es von allen akzeptiert, aber wenn es um die Kirche, die Gemeinde oder den Glauben geht, wird es zum Problem. Warum ist das so?

Manche sagen: Man muss überall kämpfen, dann will ich wenigsten nicht auch noch da kämpfen müssen. Andere wollen gar nicht kämpfen, auch im Alltag nicht. Sie möchten, dass alles bequem ist und ihnen alles serviert wird. Die anderen, der Staat soll dafür sorgen, dass es ihnen gut geht. Diese Haltung wird dann in die Kirche hineingebracht. Als weitere Begründung wird dann das geistliche Argument herangezogen, dass wir aus reiner Liebe von Gott angenommen werden und nicht wegen unserer Leistung, also spielt Leistung in der Kirche keine Rolle.  Die Aussage, dass wir aus reiner Liebe von Gott angenommen werden, ist richtig, aber die Folgerung ist falsch. Richtig muss es heißen: Wir sind von Gott angenommen aus Liebe und darum sollen wir kämpfen.

Paulus sagt in 1. Timotheus 6, 12: „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist.“

Das Kämpfen gehörte immer dazu, weil es hier um mehr geht als alles andere, um die Ewigkeit für uns Menschen.

Jesus hat in der Versuchung in Matthäus 4, 1-11 und im Garten Gethsemane in Matthäus 26, 36-46 gekämpft. Die Jünger, die Kirchenväter, und viele Christen im Laufe der Jahrhunderte mussten viele Kämpfe durchstehen, weil sie verfolgt wurden. Für die Zeit des 3. Reiches wird die Auseinandersetzung zwischen Christen und den Nazis als Kirchenkampf beschrieben. Viele haben ihr Leben dafür gelassen. Andere biblische Begriffe für Kampf und Kämpfen sind zum Beispiel ausharren, geduldig sein, ertragen, treu sein. Der Unterschied ist, dass wir bei anderen Kämpfen aus der Mannschaft fliegen, wenn wir versagen. Bei Gott können wir immer wieder neu anfangen.

So gehört auch zum Mannschaftsspiel der Christen das Kämpfen.

Pedigt zu Epheser 6,10-18 Fussball und Glaube Gemeinde Jesus und seine Mannschaft Fussballweltmeisterschaft 2026 Kolosser 3,17 Sonntag Rogate Konfirmation Im Sinne Jesu leben Leben aktiv gestalten positiv Jesus ist dein Freund immer an deiner Seite Treu Johannes 15,12 1. Sonntag nach Ostern Quasimodogeniti mit Konfirmation in die ausgestreckte Hand Gottes einschlagen Johannes 8,31-37 Silvester Neujahr Neues Jahr 1,9-13 Weihnachtspredigt 2 Advent Jesus Christus in dieser unserer Welt Mission Jesus Christus Hinwendung zu den Menschen Predigt 1. Mose 12,1-4 Sonntag Lätare Weg mit jesus Christus im Glauben Gemeinde leben Kirchliche Arbeit Menschwerdung Gottes Predigt zu Johannes 20,24-31 4. Sonntag vor der Passionszeit Thomas Zweifel Zweifler Jünger Jesus Matthäus 10,16-22 2. Sonntag nach Epiphanias Jesus sendet seine Jünger in die Welt Lukas 10,16 Johannes 13,20 7. Sonntag nach Trinitatis Johannes 15,9-12 Liebe Matthäus 7,24-29 Rogate 5. Sonntag nach Ostern Sicher sicherheit Unsicherheit Artikel Hoffnung auf Auferstehung Predigt zu Johannes 14,12-19 Römer 15,5-7 Lukas 12,42-48 Ewigkeitssonntag Ewigkeit Tod Sterben Hoffnung 1. Thessalonicher 1,2-4 Andachten Predigt zu Römer 6,19-23 Weg Reise Apostelgeschichte 2,22-39 Pfingsten Pfingstpredigt Pfingsttag Andachten Impuls der Woche Predigt zu Lukas 22, 47 - 53 Hebräer 11, 8 - 10 Lukas 4, 16 - 31 Matthäus 8, 23 - 27 Lukas 2, 8 - 18 Philipper 4, 6-9 Matthäus 11, 28-30 Epheser 1,15-23 Johannes 20, 11-18 Ostern Auferstehung Jesus Christus Predigt Rettung Frieden Weihnachten heilig Abend Sturmstillung Jesus rettet die Jünger Stürme des Lebens Hilfe mit Jesus unterwegs sein1. Die Gemeinde hat ein Ziel.

Es ist kein selbstgestecktes Ziel, sondern Jesu Ziel. Er ist Herr der Welt. Aber es gibt viele Bewerber, die über unser eigenes Leben und über die Gestaltung der Welt bestimmen wollen. Christus möchte, dass sein Wesen mit Liebe, Vergebung, Freude und anderen Eigenschaften in unserem Leben und in der Welt bestimmend wird, die Meisterschaft gewinnt. Für diesen Wunsch Christi zu arbeiten, ist Sinn und Ziel der Gemeinde.

Es geht also nicht in erster Linie darum, dass alles schön, angenehm und gemütlich ist.

Es ist gut, wenn es mal so ist, so wie wir es uns vielleicht manchmal wünschen. Das ist aber nicht das Ziel der Gemeinde. Alles in der Gemeinde soll dem einen Ziel dienen, dass der Wunsch Christi in unserem Leben und in der Welt in Erfüllung geht.
In der Kirche und in manchen Gemeinden kann man manchmal den Eindruck gewinnen, dass sie gegen den Abstieg kämpfen oder sich mit einem gesicherten Mittelplatz zufriedengeben, aber Christus möchte mehr.

2. Jeder Christ soll für dieses Ziel sein Bestes geben.

Ein Christ soll nicht haupt- oder ehrenamtlichen Mitarbeitern zuliebe in der christlichen Gemeinschaft mitarbeiten, bzw. kämpfen, auch nicht der Gemeinde zuliebe, sondern Christus zuliebe. Christus hat uns alles gegeben, darum geben Christen ihr Bestes für ihn. Unser Lohn steht schon fest und der ist riesengroß, egal ob wir gut oder schlecht kämpfen, die Ewigkeit mit Christus. Wir setzen uns nicht ein, um mehr Lohn oder Dank von Gott oder Menschen zu bekommen, sondern weil Christus uns schon alles geschenkt hat, weil er uns überhäuft hat mit Liebe, Fürsorge und Schutz. Deshalb wollen wir für ihn unser Bestes an Zeit, Kraft, Geld und anderen Dingen geben, an dem Platz, den er für uns vorgesehen hat.

3. Christus hat uns für unsere Kämpfen Mittel und Regel gegeben, die dem entsprechen, wofür er mit uns arbeiten möchte.
In Epheser 6, 10-18 schreibt Paulus:

„10 Noch ein letztes Wort: Werdet stark durch die Verbindung mit dem Herrn! Lasst euch stärken von seiner Kraft! 11 Legt die Waffen an, die Gott euch gibt, dann können euch die Schliche des Teufels nichts anhaben. 12 Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen. Wir kämpfen gegen unsichtbare Mächte und Gewalten, gegen die bösen Geister, die diese finstere Welt beherrschen. 13 Darum greift zu den Waffen Gottes! Wenn dann der schlimme Tag kommt, könnt ihr Widerstand leisten, jeden Feind niederkämpfen und siegreich das Feld behaupten. 14 Seid also bereit! Legt die Wahrheit als Gürtel um und die Gerechtigkeit als Panzer an. 15 Bekleidet euch an den Füßen mit der Bereitschaft, die Gute Nachricht vom Frieden mit Gott zu verkünden. 16 Vor allem haltet das Vertrauen auf Gott als Schild vor euch, mit dem ihr alle Brandpfeile des Satans abfangen könnt. 17 Die Gewissheit eurer Rettung sei euer Helm und das Wort Gottes das Schwert, das der Geist euch gibt. 18 Betet dabei zu jeder Zeit und bittet Gott in der Kraft seines Geistes. Seid wach und hört nicht auf, für alle Gläubigen zu beten.“ Die weltlichen Mittel wie Machtkampf, Lobby schaffen, verurteilen, Stimmung machen passen nicht dazu.

4. Konflikte und Fehler entstehen auch in der Gemeinde.

Wir sind noch in der Welt. Die Frage ist, wie wir damit umgehen. Viele Konflikte in der Gemeinde entstehen, weil völlig falsche Erwartungen an die Gemeinde herangetragen werden. Die Gemeinde ist zum Beispiel nicht dafür zuständig, dass jeder seinen Bedarf an Kuschel- und Streicheleinheiten gedeckt bekommt. Die Gemeinde ist auch nicht dafür da, jedem sein Selbstwertgefühl zu geben und ihn entsprechend zu ehren, damit er zufrieden ist. Durch falsche Erwartungen entstehen falsche Konflikte. Wenn es Reiberein in unserem Spiel gibt, weil der eine sich unfair benommen hat, oder weil es Missverständnisse gibt, dann sollten wir diese Konflikte mit den Mitteln lösen, die Christus uns gegeben hat.

Predigt zu Epheser 6,10-18 Fussball und Glaube Gemeinde Fussballweltmeisterschaft 2026 Mannschaftssport Jesus und seine Mannschaft Vergebung Johannes 15,9 Sonntag Kantate Konfirmation Glaube macht den Unterschied 15,12 1. Sonntag nach Ostern Quasimodogeniti Konfirmation Liebe Kreuz Jesus ChristusDas beste Mittel, um Konflikte zu bereinigen, das wir als Christen haben, ist

nicht die Rechthaberei, der Urteilsspruch, der über den anderen sagt, dass er unmöglich ist, oder die Therapie mit Aufarbeitung aller Probleme, sondern die Vergebung, die dem anderen einen Neuanfang erlaubt, um dann wieder gemeinsam für das Ziel zu arbeiten.

Das Leben in der Gemeinde ist kein Kinderspiel, sondern es geht um die Ewigkeit.

Christus soll als Herr der Welt in unserem Leben und in der Welt alles bestimmen und dahin verändern. Deshalb gehört auch das Kämpfen, die Geduld und Treue dazu, aus Liebe zu Christus.

Predigt zu Epheser 6, 10-18 zum Thema: Fußball – Glaube – Gemeinde – Teil 5: Fußball ist Kampfsport 
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Predigt zu Epheser 6, 10-18a am 21. Sonntag nach Trinitatis

10 Noch ein letztes Wort: Werdet stark durch die Verbindung mit dem Herrn! Lasst euch stärken von seiner Kraft! 11 Legt die Waffen an, die Gott euch gibt, dann können euch die Schliche des Teufels nichts anhaben.  12 Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen. Wir kämpfen gegen unsichtbare Mächte und Gewalten, gegen die bösen Geister, die diese finstere Welt beherrschen. 13 Darum greift zu den Waffen Gottes! Wenn dann der schlimme Tag kommt, könnt ihr Widerstand leisten, jeden Feind niederkämpfen und siegreich das Feld behaupten.
14 Seid also bereit! Legt die Wahrheit als Gürtel um und die Gerechtigkeit als Panzer an. 15 Bekleidet euch an den Füßen mit der Bereitschaft, die Gute Nachricht vom Frieden mit Gott zu verkünden. 16 Vor allem haltet das Vertrauen auf Gott als Schild vor euch, mit dem ihr alle Brandpfeile des Satans abfangen könnt. 17 Die Gewissheit eurer Rettung sei euer Helm und das Wort Gottes das Schwert, das der Geist euch gibt. 18 Betet dabei zu jeder Zeit und bittet Gott in der Kraft seines Geistes.

Dieser Abschnitt erscheint auf den ersten Blick sehr kriegerisch. Deshalb können manche damit wenig anfangen. Paulus benutzt das Bild von der Kleidung und den Waffen eines römischen Soldaten. Für die damalige Zeit war das Bild verständlich und nicht anstößig.

Wenn man sich ansieht, was Paulus aussagen will, wie er das Bild auf den christlichen Glauben überträgt, dann ist der Abschnitt alles andere als gewalttätig.

Der Gürtel ist die Wahrheit, der Panzer die Gerechtigkeit, also das, was wir nicht selbst tun, sondern Gottes Wahrheit und Gerechtigkeit, die er uns schenkt. Der Fußschutz ist die Bereitschaft das Evangelium vom neuen Frieden mit Gott zu verkünden, das Schild ist das Vertrauen auf Gott, der Glaube an Jesus, denn er ist unser Schutz. Der Helm ist die Gewissheit der Rettung, das wir zu Gott gehören im Leben und für die Ewigkeit, und das Schwert ist das Wort Gottes, das wir durch den Heiligen Geist erkennen.

Alle Bilder weisen nicht auf menschliche Stärke oder Willen, nicht auf das, was wir können und womit wir andere besiegen können, sondern auf Gott und das, was er uns in Jesus gibt. Es geht in keinster Weise um einen physischen gewaltsamen Kampf, sondern um eine ganz andere Auseinandersetzung.

Worum es eigentlich geht, beschreibt Paulus schon in Epheser 4, 17:

„Das aber sage ich euch im Auftrag des Herrn mit allem Nachdruck: Ihr dürft nicht mehr wie die Menschen leben, die Gott nicht kennen und deshalb von ihrem verkehrten Denken in die Irre geführt werden.“ Und in Epheser 4, 24: „Zieht den neuen Menschen an, den Gott nach seinem Bild geschaffen hat und der gerecht und heilig lebt aus der Wahrheit Gottes, an der nichts trügerisch ist.“
Der Christ soll durch sein ganzes Leben dazu beitragen, dass die Welt von Gottes Geist durchdrungen wird. Als Ebenbilder Gottes sollen wir leben und in die Welt hineinwirken, so wie Jesus es an vielen Stellen in seinen Liebesgeboten zum Ausdruck bringt. Im Epheser-Brief beschreibt Paulus dann noch, wie das in verschiedenen Bereichen aussehen soll. In unserem Abschnitt sehen wir dann eine Zusammenfassung und eine Steigerung, dass wir in allen Bereichen des Lebens und der Welt so leben sollen.

Predigten zum Lesen Epheser 6 Himmel Abendsonne Wolken
Foto: Martina Heins

Paulus ist davon überzeugt, dass es in der Welt zwei entgegengesetzte Bereiche gibt:

Zum einen die „Welt“,

womit Paulus die Menschen fern von Gott meint, die sich nicht dem Einfluss Gottes aussetzen, sondern sich von anderen Einflüssen bestimmen lassen. „Welt“ ist für Paulus der von Gott getrennte Einflussbereich. Es geht Paulus zuallererst nicht darum, diesen Bereich über das moralische Verhalten zu definieren und die Menschen als moralisch schlecht darzustellen, sondern es geht ihm zunächst darum, dass dieser Bereich sich nicht von Gottes Geist bestimmen lässt, was in der Folge natürlich auch moralische Auswirkungen hat.

Auf der anderen Seite ist das Reich Gottes, wo Gott regiert im Himmel und auf der Erde:

Zu diesem Bereich gehören Menschen durch den Glauben an Jesus, die sich durch Jesus vom Geist Gottes bestimmen und prägen lassen. Jesus sagt in Johannes 17 über seine Jünger, dass sie noch in der Welt sind, aber nicht mehr zur Welt dazugehören, sondern zu Gott.

Zwischen beiden Bereichen oder Reichen ist die Sünde.

Das Wort „Sünde“ kommt von „Sund“ und bedeutet „tiefer Graben“. Dieser unüberwindliche Graben zwischen Gott und Menschen ist für Paulus die eigentliche Sünde. Es hat also zunächst nichts mit moralischem Verhalten zu tun, sondern das moralische Verhalten ist nur die Folge der Zugehörigkeit zur Welt oder zum Reich Gottes.

Nun ist Jesus gekommen, um Gottes Welt, Gottes Reich in diese Welt zu bringen.

Der Auftrag für Christen lautet: Ihr sollt die Welt Gottes zu den Menschen bringen und diese Welt mit dem Geist Gottes durchdringen mit eurem ganzen Leben. Es ist kein Aufruf, sich moralisch zu verbessern oder sich mehr anzustrengen, sondern sich der Herrschaft Jesu und seinem Reich zu unterstellen, weil wir erfahren haben, dass es bei Jesus etwas Besseres für Menschen gibt als das, was die Welt zu bieten hat.

Für Paulus leben wir als Christen in dieser geistigen Auseinandersetzung zwischen beiden Welten,

nicht in einer Auseinandersetzung von Meinungen oder Weltanschauungen, sondern von geistigen übermenschlichen Mächten auf der einen und der anderen Seite.

Gibt es diese übermenschlichen geistigen Mächte zwischen Himmel und Erde?

Jedem von der Aufklärung bestimmten Menschen sträuben sich die Haare. Aber ist die Aufklärung die ganze Wahrheit oder nur ein historisch notwendiger Gegenschlag zu kirchlichen Denkverboten der Vergangenheit. Ein sehr beliebter Tauf- und Konfirmationsspruch steht in Psalm 91,11 „denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“ Viele Menschen haben die Hoffnung, dass es gute Mächte gibt, die uns beschützen, nicht mit langen Gewändern und weißen Flügeln, aber vielleicht gibt es doch mehr zwischen Himmel und Erde, als unser aufgeklärtes Denken meint.

Gibt es dann aber nicht auch die bösen Mächte, den Teufel?

Die Antwort darauf ist kein Glaubensgrundsatz. Im Glaubensbekenntnis steht davon nicht. Es geht ja beim Glauben auch nicht um ein Für-wahr-Halten, sondern um Vertrauen. Vertrauen sollen wir dem Teufel nicht, aber Für-wahr-halten kann man ihn schon.
Christen in allen Jahrhunderten sind davon ausgegangen, dass es diese böse Macht als Gegenmacht zu Gott gibt.
Wir sehen es auch bei Jesus in der Versuchungsgeschichte, wenn er böse Geister austreibt oder als sein Gegenspieler auftritt.
Martin Luther erzählt: Als der Teufel ihn zur Verzweiflung treiben will, beruft er sich auf Gottes Wort und Zusage in der Taufe „Ich bin ein Kind Gottes“ und dann lässt der Teufel von ihm ab. Weiter sagt Luther: „Wenn der Teufel ums Haus schleicht, rufe ich laut „Luther ist nicht hier, hier ist nur Jesus Christus“- und dann lässt der Teufel von ihm ab. Auch große Theologen des 20. Jahrhunderts gehen von der Existenz der bösen Mächte aus.

Wie auch immer Sie diese Macht verstehen wollen, Paulus sagt: Es gibt diese Macht,

die Menschen davon abhält, an Jesus zu glauben und sich von ihm prägen zu lassen, die die Christen daran hindern will, ihren Glauben überzeugend zu leben, nicht nur als innere Anfechtung und Versuchung, sondern auch als reale geistige Auseinandersetzung in der Welt.

Und Paulus ist davon überzeugt, dass der Mensch alleine nicht in der Lage ist, diese Macht zu besiegen.

Predigten zum Lesen Epheser 6 Jesus Kirchenprotal
Foto: Martina Heins
Deshalb fordert er die Christen immer wieder auf, die Verbindung zu Christus zu suchen und zu festigen.

In dem Kinofilm über Martin Luther sagt der Seelsorger Luthers zu ihm: „Kämpfe nicht gegen den Teufel. Er hat mehrere tausend Jahre Erfahrung. Schau auf Christus, auf den Gekreuzigten. Dort findest du die Antwort auf deine Fragen.“
Der Teufel sucht immer unsere Schwachstellen, wo wir angreifbar sind. Aber mit Jesus gilt die Botschaft: Hab keine Angst, auch nicht vor bösen Mächten. Jesus selbst sagt in Johannes 16: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“

Und im Lied Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“ heißt es: „Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es muss uns doch gelingen.“

Christus ist stärker. Das ist immer wieder die Botschaft der Bibel.

Die Botschaft von Ostern bezeugt, dass der, der scheinbar unterlegen war, doch gesiegt hat, Christus. Und Paulus bekennt in 1. Korinther 15, 57: „Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt in Jesus Christus, unserem Herrn.“

Was dieser Sieg Jesu bedeutet, wird uns erst richtig deutlich,

wenn wir diese Auseinandersetzung sehen und unsere Ohnmacht darin erkennen; wenn wir erkennen, wie großartig es ist, dass wir zu Jesus gehören dürfen.
Darauf bauen wir, nicht auf unsere Stärke oder moralisches Gutsein, wenn es um die Rettung für die Ewigkeit geht; wenn es darum geht, dass wir hier in der Gemeinschaft mit Gott gehalten werden, wenn es um die geistliche Auseinandersetzung geht.

Predigt zum Lesen Epheser 6,10 Jesus Kreus LebeLiebe Herz
Foto: Martina Heins
Mit Jesus brauchen wir keine Angst zu haben, vor nichts und niemand.

Paulus schreibt in Römer 8, 39: „Nichts kann uns trennen von der Liebe Christi.“ Und Jesus sagt in Johannes 10, 28 über die, die zu ihm gehören: „Niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen.“

Deshalb sagt Paulus: Werdet stark durch die Verbindung mit Jesus durch die „Waffenrüstung“ Gottes, wie sie in den Versen 14-17 beschrieben wird, und durch das Gebet, wozu er uns in Vers 18a auffordert.

Sucht die Verbindung zu Jesus,

denn mit ihm werdet ihr durchgetragen durch alle Gefahren bis in die Ewigkeit. Durch die Verbindung zu ihm könnt ihr den Geist Gottes in die Welt bringen, mit Jesus das Reich Gottes in der Welt bauen.

Predigt zu Epheser 6, 10-18a
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